9. April 2013

Geschichte


Entstanden ist das Jugendzentrum, wie man es heute vorfindet im Jahre 1993 nachdem sich Jugendliche zu einem Verein, nämlich der Aktion Jugend e.V. zusammengeschlossen haben. Schnell wurde klar, dass die Jugendlichen einen Stadtjugendpfleger brauchen und so stellte die Stadt Hess. Lichtenau
im Januar 1993 einen Stadtjugendpfleger ein.

Im Mai 1993 fand zusammen mit der Jugendförderung der Stadt Buchholz für die Jugendlichen aus „Heli“ das erste Jugendgruppenleiterseminar statt. 8 Jugendliche nahmen beim ersten Mal teil.

Im Oktober 1993 nach langer Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für ein Jugendzentrum in Hess. Lichtenau bot der Verein „Freundeskreis“ an, ihre Teestube in der alten Zigarrenfabrik in Heli an drei Tagen in der Woche mitzubenutzen. Klar war aber schon, dass dies nur eine vorübergehende Lösung sein konnte und so wurde weiter nach geeigneten Räumlichkeiten gesucht.

Im Mai 1994 fand das erste Jugendgruppenleiterseminar statt, dass ausschließlich mit eigenen Referenten organisiert wurde. Seitdem finden für die Jugendlichen aus Hess. Lichtenau regelmäßig und bis heute Jugendgruppenleiterseminare statt. Im Februar 1995 kam es jedoch zu Konflikten im Bezug auf die Nutzung der Räumlichkeiten in der alten Zigarrenfabrik, da auch noch andere Vereine in dem Gebäude untergebracht waren. Und so kam es dazu, dass der „Freundeskreis“ auszog und so neue Räume für die Jugendlichen geschaffen werden konnten. Im gleichen Zug wurde das Büro der Jugendförderung ebenfalls in die alte Zigarrenfabrik verlegt. Es entstand eine Vielzahl von Gruppen, die sich im neuen Jugendzentrum trafen und Aktionen für das Jugendzentrum vorbereiteten. So gab es im Sommer Freizeiten, Konzerte und Seminare. Im Januar 1996 trat nach langer und harter Diskussion der erste Zivi seinen Dienst im Jugendzentrum an. Damit reagierte die Stadt auf das immer weiterwachsende Aufgabenfeld, dass die kommunale Jugendarbeit mit sich brachte.

Im Juni 1996 fingen die Jugendlichen an, sich auch in der Öffentlichkeit zu engagieren und so gab es beispielsweise beim Altstadtfest eine Jugendbühne, die von den Jugendlichen des Jugendzentrums betreut wurde.

Im Mai 1997 wurde der Musikübungsraum im Keller der Zigarrenfabrik errichtet und eingeweiht. 350 Arbeitsstunden haben die Jugendlichen mit ehrenamtlicher Arbeit für diesen Raum investiert. Finanziert wurde dieser Raum überwiegend aus finanziellen Mitteln des Landes Hessen. Parallel dazu entstand auf dem alten Freibadgelände ein neues Gebiet für Jugendliche

Im August 1997 fanden das erste Mal die Ferienspiele in Hess. Lichtenau auf dem alten Freibadgelände statt. An zehn Tagen boten die Jugendlichen den Kindern ein Programm an. Diese Ferienspiele entwickelten sich bis heute weiter und so finden sie auch noch heute statt.

Ein kleiner Auszug aus der Geschichte des Jugendzentrums Hess. Lichtenau: Das Jugendzentrum und das Freibadgelände entwickelten sich über die Jahre stets weiter und der Drang der Jugendlichen etwas Eigenes zu schaffen hat bis heute nicht nachgelassen. Der Verein „Aktion Jugend e.V.“ hat mittlerweile an die 100 Mitglieder. Ca. 40 Jugendliche engagieren sich jedes Jahr drei Wochen lang ehrenamtlich bei den Ferienspielen.

Im August 2012 verließ Torsten Felstehausen die Jugendförderung Hessisch Lichtenau, nach knapp 20 Jahren motivierter und außerordentlich engagierter Arbeit.

Im April 2013 wird die seit 2 Jahren bei der Jugendförderung beschäftigte Claudia Wagener als neue Jugendpflegerin eingestellt.

Im Jahr 2015 begann die große Angst um die weitere Zukunft der Ferienspiele. Aufgrund des Schutzschirmes war nicht mehr klar, in wie fern die Ferienspiele überhaupt noch stattfinden können. Demonastrationen vor dem Rathaus und mehrmalige Spendenaufrufe ließen dann doch einiges an Geld zusammen kommen, sodass die Ferienspiele dennoch stattfinden konnten. Vielen Dank an alle Sponsoren und Spendenschwein-Fütterer. Ohne Eure Hilfe, wäre das alles nicht möglich gewesen.

Im Juni 2015 dann eine unerwartete Nachricht: Claudia Born, Jugendpflegerin seit 2013, hört bei der Jugendförderung Hessisch Lichtenau auf. Nach vielen Jahren engagierter Arbeit übergibt sie den Stab an die junge Sozialarbeiterin Maike Simon aus Fürstenhagen. Kurz vor den Ferienspielen, springt diese in das „kalte Wasser“ und führt zusammen mit den motivierten Jugendlichen, die ein halbes Jahr unter der Federführung von Claudia Born die Ferienspiele 2015 vorbereitet haben, durch. Feuerprobe bestanden!

Im Dezember 2015 beginnt die Jugendförderung in Kooperation mit Kidzz Kreativ e.V. und der Aktion Jugend die Flüchtlingshilfe in der Erstaufnahmestation in Hessisch Lichtenau. Mit der Unterstützung des Bundesförderprogramms „Demokratie leben!“ werden Spielsachen angeschafft und die Kinder durch unsere Ferienspiel- und Spielmobilteamer betreut.

Im Sommer 2016 feiern die Ferienspiele ihr 20 Jähriges Jubiläum.

Im Sommer 2017 kehrt das Altstadtfest zurück nach Hessisch Lichtenau. Die Jugendlichen des Jugendzentrums freuen sich, auch hier wieder eine Jugendbühne zu organisieren.

Im Januar 2018 wählt die Jugend in Hessisch Lichtenau den ersten Jugendbeirat. Die Stadtverornetenversammlung forderte zur besseren Ansprache von Jugendlichen und zur besseren Umsetzung des §4c HGO die Initiierung eines Jugendbeirates. Gewählt wurden 7 Mitglieder.

In 2018 findet eine große Diskussion im Stadtparlament zur Umsetzung des Jugendzentrums auf das Freibadgelände statt: Ein 600m² großes, zweistöckiges Gebäude der Firma Baresel steht zum spottgünstigen Preis zum Kauf für die Stadt Hessisch Lichtenau. Nach einigen Besichtigungen mit der  Aktion Jugend und dem Jugendbeirat zusammen mit dem Magistrat, den Stadtverordneten sowie den Parteien entsteht eine rege Diskussion um einen eventuellen Kauf für die Jugendförderung.
Der Jugendbeirat und die Aktion Jugend e.V. setzen sich für den Kauf des Gebäudes ein: Neben Flugblättern, Zeitungsartikeln, Vorsprechen in Parteisitzungen und Aussagen in den verschiedenen Ausschüssen, laden die Jugendlichen die Parteien ebenfalls zu sich auf das Freibadgelände ein. Zusätzlich nutzt der Jugendbeirat sein Rederecht in der Stadtverordnetenversammlung und plädiert eindeutig für die Umsiedlung auf das Freibadgelände.
Leider findet der Kauf des Gebäudes nicht statt, die Kosten zum Ausbau des Freibadgeländes sind zu hoch. Die Stadtverordneten beauftragen allerdings die Stadtverwaltung zu prüfen, was ein Neubau auf dem Freizeitgelände für Kosten verursachen würde. Die Stadtverordneten versprachen den Jugendlichen darüber hinaus, dass sie „sie nicht vergessen werden“.

 

 

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